Andrea Dörl

Wir Schwestern der Sozialstation sehen uns mit vielen Lasten des Lebens konfrontiert.

Die Last einer Krankheit, einer Behinderung oder Sucht, die Last des Alters.
Können wir die Last des Anderen tragen? Manchmal hört man Sätze wie:
„wenn sie meine Schmerzen hätten“ oder
„kommen sie erstmal in mein Alter“!

Aber in jedem Alter und in jeder Lebensphase gibt es Lasten zu tragen und niemand kann seine Lasten abgeben, die Tochter nicht ihre pflegebedürftige Mutter, der junge Mann nicht seinen wuchernden Krebs. Wollten wir alle diese Lasten tragen, es würde uns nicht mehr geben.

Worum wir uns bemühen ist, den Menschen, der sich an uns wendet, zu stärken und zu unterstützen, damit er seine Last leichter tragen kann.

Die eine Mitarbeiterin kann gut zuhören, die andere hat einen ansteckenden Humor. Fachgerechte, praktische Hilfe und Rat leistet jede. Eine dritte fühlt sich auch berufen über ihre Arbeitszeit hinaus zu helfen.

Schön wäre es, wenn durch unsere Hilfe, die Last zu einem Bruder würde.